Was ist ein „Produkt mit digitalen Elementen" (PDE) genau?
Jedes Hardware- oder Softwareprodukt, das eine Datenverbindung herstellen kann oder dafür ausgelegt ist — von Smart-Home-Geräten über IoT-Sensoren, Apps, SaaS bis Industriemaschinen mit Vernetzungsfunktion. Faustregel: Hat es eine digitale Komponente und kann es Daten austauschen? → CRA gilt.
Sind interne Tools und Custom-Software auch betroffen?
Ja, sofern sie als Produkt auf dem EU-Markt platziert werden — auch Custom-Entwicklungen für Kunden oder Tools mit Netzwerkfunktion. Rein interne Tools ohne Weitergabe sind teilweise ausgenommen.
Gilt die CRA auch für SaaS und Cloud-Services?
Ja. SaaS-Produkte, die als eigenständiges Produkt vermarktet werden, fallen darunter. Cloud-Backend-Lösungen brauchen Vulnerability-Handling, SBOM und Security-Updates.
Wann muss ich mit den Änderungen beginnen?
Die Anforderungen gelten progressiv: Vulnerability-Meldepflicht ab 11.09.2026, volle Compliance ab 11.12.2027. Wer jetzt startet, hat noch Zeit; wer wartet, gerät unter Druck.
Wie hoch sind die Bußgelder?
Bis 15 Mio. € oder 2,5 % des Welt-Umsatzes (je höher) für schwere Verstöße. Marktüberwachungsbehörden werden aktiv kontrollieren.
Kann ich CRA-Compliance selbst umsetzen?
Technische Maßnahmen (SBOM, Vuln-Handling) sind mit Expertise machbar. Die juristische Seite (Konformitätserklärung, Behörden-Kommunikation) braucht spezialisierte Beratung. tablegray bietet beides aus einer Hand.